So nutzt du den Facebook-Algorithmus für deine Social-Media-Strategie

Posted by Lori Haab | Okt 27, 2020 | | 0
Facebook-Algorithmus

Unter den sozialen Netzwerken gehört Facebook nach wie vor zu den ersten Adressen. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Player im Markt etabliert haben, ist der Klassiker immer noch ein wichtiges Instrument, um Informationen zu transportieren und eigene Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Obwohl Facebook im Jahr 2018 seinen Algorithmus überarbeitet und dabei die Relevanz der Beiträge von Familienmitgliedern und Freunden gestärkt hat, gibt es auch heute noch vielfältige Möglichkeiten, mit denen du als Inhaber oder Inhaberin eines kleinen oder mittleren Unternehmens auf Facebook Reichweite generieren kannst.


„Bedeutungsvolle Interaktionen“ sind der Schlüssel zum Erfolg

Dazu ist es jedoch wichtig zu wissen, wie der Algorithmus funktioniert und wie Beiträge konzipiert sein müssen, um in Newsfeeds berücksichtigt zu werden. Das Zauberwort heisst „bedeutungsvolle Interaktionen“. Dies bedeutet, dass nun auch bei Facebook Qualität vor Quantität kommt. Es ist nicht allein die Zeit ausschlaggebend, die ein Nutzer auf den Facebook-Seiten verbringt, sondern auch die Art und Weise, wie er diese Zeit nutzt. Um zu eruieren, zu welchen Aktionen ein Post die User animiert, werden spezifische Parameter herangezogen.

Dabei wird unterschieden zwischen aktiven und passiven Aktionen. Als passiv werden solche Aktionen bewertet, die für den Nutzer einen nur geringen Aufwand bedeuten. Das Klicken auf den „Gefällt mir“-Button ist ein typisches Beispiel für eine solche passive Aktion. Deutlich relevanter sind für den Facebook-Algorithmus jedoch aktive Interaktionen. Diese benötigen vom User eine intensivere Beschäftigung mit dem Beitrag, dem damit gleichzeitig eine höhere Qualität zugesprochen wird. Allein schon dadurch, dass sich ein User dazu entschliesst, statt auf den Gefällt-mir-Button zu klicken ein emotionales Emoticon in der Kommentarspalte zu posten, geht Facebook von einer intensiveren Beschäftigung mit dem Thema aus. 

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Kommentare als Zeichen für qualitativ hochwertigen Content

Ganz oben auf der Liste der „bedeutungsvollen Interaktionen“ stehen jedoch Kommentare. Beiträge von Unternehmen, die lediglich geliked werden, finden somit kaum noch Verbreitung in den Newsfeeds der Facebook-Community. Um eine grössere Reichweite für deine Posts zu erreichen, solltest du also Themen wählen, die zu einer Diskussion unter deinen Freunden anregen. Texte, die mit neuen Informationen aufwarten können, sind dazu ebenso geeignet, wie das gezielte Stellen von Fragen. Wer auf diese Weise Reaktionen hervorruft, gibt damit dem Algorithmus das Futter, das er fordert, um einen Beitrag zu pushen.

Ebenso wichtig sind die Antworten und Reaktionen auf die abgegebenen Kommentare. Je höher die Zahl der Kommentare und Antworten, desto höher die Chance, in einem Newsfeed aufzutauchen. Die Konversation zwischen den Usern wird so zum effektivsten Mittel bei der Optimierung der Reichweite deiner Posts. Wenn du es mit deinem Content schaffst, deine Follower dazu zu bringen, deinen Beitrag in den für Freunde und Familienmitglieder sichtbaren Kommentaren zu verlinken, bist du auf dem besten Weg, den Facebook-Algorithmus für deine Zwecke zu nutzen.

Geteilter Content ist für den Facebook-Algorithmus guter Content

Das Teilen deines Contents in einer User-Chronik ist schon ein recht guter Erfolg. Getoppt wird dies jedoch durch das Senden des Links an Freunde über den Facebook-Messenger. Die aktive Empfehlung eines Beitrags hat natürlich einen höheren Stellenwert, als der blosse Hinweis auf deinen Artikel in einer Chronik.

Je öfter ein Post, auf welche Art auch immer, geteilt wird und weitere Interaktionen auslöst, desto grössere Aufmerksamkeit findet er auch beim Facebook-Algorithmus, der deinen Content dann bevorzugt weiter verbreitet.

Das Verständnis dafür, wie der Algorithmus funktioniert, garantiert dir jedoch noch keine höhere Reichweite. Dazu bedarf es noch weiterer Überlegungen. Zuallererst solltest du deine Unternehmensseite auf Facebook mit einem Profil versehen, das alle wichtigen Informationen zu deiner Firma enthält. So können sich die Nutzer ein klares Bild davon verschaffen, mit wem sie es hier zu tun haben. Damit legst du die Grundlage für alle weiteren Aktivitäten, bei denen du verschiedene Aspekte berücksichtigen solltest.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Ein wichtiger Faktor ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Facebook-Gemeinde ist über den Tag verteilt zu den verschiedenen Zeiten unterschiedlich aktiv. Wenn du die spezifischen Zeiten deiner Zielgruppe kennst, kannst du diese gezielt zur Veröffentlichung deines Contents nutzen und so mit einem gesteigerten Engagement rechnen. Auch die Art des Posts hat einen erheblichen Einfluss auf die Interaktionen der User. In der Regel stellen Videos ein effektives Mittel dar, um Reaktionen beim Publikum hervorzurufen. Insbesondere Live-Videos verursachen in der Regel eine lebhafte Diskussion unter den Nutzern. Allgemein wird davon ausgegangen, dass Live-Videos eine sechs Mal höhere Interaktionsrate erreichen, als Videos aus der Konserve. Sie stellen also ein perfektes Instrument zur Optimierung deiner Reichweite dar. Die Chance, mit einem simplen Status-Update oder einem einzigen Foto ähnliche Effekte zu generieren, tendiert dagegen eher gegen Null.

Nutze das Potenzial regionaler Gruppen

Die Mitglieder deiner Facebook-Gruppe verlangen stetig nach neuem Futter. Um ihnen dieses zu geben, bedarf es einer permanenten Präsenz in der Community und einer intensiven Beschäftigung mit der Gruppe. Allerdings sollten deine Aktivitäten immer einen gewissen Qualitätsstandard aufweisen. Wenn der Fokus deines Unternehmens auf lokalen Kunden liegt, eignen sich Themen aus der unmittelbaren Umgebung perfekt dazu, eine fruchtbare Diskussion über diese zu entfachen.

Lokale Nachrichten sind perfekt geeignet, um in einer Gruppe die eigenen Themen zu positionieren und auf Events hinzuweisen, bei denen auch du mit deiner Firma vertreten bist.

Achte jedoch darauf, dass bei den darauf folgenden Diskussionen stets die Etikette gewahrt bleibt und es nicht zu unangemessenen Reaktionen oder gar Beleidigungen kommt. Gerade bei regionalen Themen spielen nicht selten Emotionen eine wichtige Rolle.

Influencer direkt ansprechen

Besonders aktive Nutzer, die deine Seite regelmässig mit konstruktiven Beiträgen bereichern, kannst du auch direkt kontaktieren und sie bitten, deinen Content gezielt auf ihrer Seite zu teilen oder bestimmte Posts zu kommentieren. Oftmals handelt es sich bei diesen Usern um mehr oder weniger bekannte Influencer, die innerhalb einer klar definierten Community einen gewissen Einfluss haben. Als User wie Du und Ich verfügen sie über eine hohe Credibility unter ihren Freunden und Followern. Wenn es dir gelingt, sie für deine Sache zu gewinnen, hilft dir dies dabei, deinen Beiträgen eine grössere Glaubwürdigkeit zu verleihen und mehr Menschen dazu zu bringen, sich aktiv mit deinem Content zu beschäftigen.

Gezielt in Facebook-Ads investieren

Gerade aufgrund der bei kleinen und mittleren Unternehmen oftmals begrenzten Mittel für werbliche Massnahmen sind gezielte Facebook-Ads oftmals eine gute Möglichkeit, spezielle Kundengruppen gezielt anzusprechen und so das vorhandene Budget intelligent zu nutzen. Damit dies gelingt, ist es jedoch wichtig, genau zu wissen, wie die Zielgruppe aussieht und wo sie anzutreffen ist. Statt willkürlich irgendwelche Anzeigen zu schalten, ist es deutlich effizienter, auf eine spezielle Gruppe abgestimmte Inhalte zu erstellen und fokussiert zu verbreiten. Und dazu ist Facebook nach wie vor in hohem Masse geeignet.

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